Nvidia verhandelt offenbar über Einstieg oder Übernahme bei KI-Start-up Reflection
Laut Financial Times prüft Nvidia, seine Beteiligung an Reflection AI auszubauen oder das Start-up zu kaufen. Die Gespräche sind demnach noch in einem frühen Stadium.

Archivbild · Foto: Coolcaesar / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Der Chipkonzern Nvidia führt laut einem Bericht der Financial Times (FT) vom Samstag frühe Gespräche, um sein Engagement bei Reflection AI zu vertiefen oder das Unternehmen zu übernehmen. Die FT beruft sich auf Personen mit direkter Kenntnis der Sache. Reflection lehnte eine Stellungnahme ab, Nvidia reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage von Reuters.
Möglich ist laut FT auch ein sogenannter Acqui-Hire: Nvidia würde Mitarbeiter übernehmen und die Technologie lizenzieren, statt die Firma zu kaufen – das könnte eine langwierige Kartellprüfung vermeiden. Eine Einigung könnte in den kommenden Wochen folgen, die Gespräche können aber auch scheitern. Nvidia hat bereits 800 Millionen Dollar in Reflection investiert.
Reflection wurde 2024 von den früheren DeepMind-Forschern Misha Laskin und Ioannis Antonoglou gegründet und entwickelt Werkzeuge zur Automatisierung der Softwareentwicklung. Am 5. Oktober stellte das Start-up mit „Beam“ sein erstes Open-Weight-Modell vor, das mit günstigeren chinesischen Modellen wie DeepSeek und Kimi konkurrieren soll. Die Modellgewichte sollen laut Reflection später im Oktober folgen.
Quellen
- Reuters (via Business Standard), „Nvidia in talks to deepen investment in or acquire AI startup Reflection“, 11.10.2026
- Reuters (via TradingView), „Nvidia in talks to invest further in Reflection AI or buy it, FT reports“, 11.10.2026
- The Next Web, „Nvidia-backed Reflection unveils Beam, its first open-weight model“
