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Stabile Kassenbeiträge 2027? Koalition legt Änderungen am Sparpaket vor

Union und SPD wollen in der neuen Woche Änderungen am Sparpaket beschließen. Kassen sehen „kein Millimeter Spielraum“, die Zielmarke liegt bei 2,9 Prozent.

Bundesgesundheitsministerium in Berlin (Archivbild)

Archivbild · Foto: GodeNehler / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Koalition will die Krankenkassenbeiträge 2027 mit einem Sparpaket möglichst stabil halten. Laut dpa legt sie nun Änderungen vor, die sie in der neuen Woche beschließen und an das Notfallreform-Gesetz anhängen will; im Bundestag soll darüber voraussichtlich am Donnerstag abgestimmt werden. Kalkuliert sind Einsparungen von 18,8 Milliarden Euro. Den Ländern hat die Koalition zudem 550 Millionen Euro mehr für Kliniken zugesagt als ursprünglich geplant. Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) pocht auf eine seriöse Gegenfinanzierung.

Ob die Stabilität gelingt, ist umstritten: Der durchschnittliche Zusatzbeitrag liegt nach Kassendaten bereits bei 3,1 Prozent, die politische Zielmarke beträgt 2,9 Prozent. Die Kassen sprechen von „kein Millimeter Spielraum“; das Ministerium betont, es gebe „keine Kürzungen“. Für die Praxen haben Ärzte und Kassen für 2027 ein Honorarplus von 2,2 Prozent vereinbart.

Eine wichtige Finanzprognose des Schätzerkreises wird am Mittwoch erwartet. Auf dieser Basis legt das Ministerium bis 1. November den durchschnittlichen Zusatzbeitrag fest, danach entscheiden die einzelnen Kassen über ihre Sätze. Union und SPD wollen zudem die Informationspflicht der Kassen bei Beitragserhöhungen wieder einführen, neben dem Brief auch per App.

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