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Explosion in Waggon im Sofioter Depot Nadeschda: Ermittler prüfen Vorsatz

Der Vorfall vom 21. September wurde erst jetzt bekannt: 300 Quadratmeter Glas gingen zu Bruch. Es wird gegen Unbekannt ermittelt, die Staatsbahn BDZ zog baugleiche Waggons aus dem Verkehr.

Symbolbild: Hauptbahnhof Sofia

Symbolbild · Foto: Bin im Garten / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Eine Explosion in einem Personenwaggon im Bahndepot Nadeschda in Sofia hat rund 300 Quadratmeter Glas an der Reparaturhalle zerstört, berichtete bTV in der Sendung „120 Minuten“. Der Vorfall ereignete sich bereits am 21. September kurz nach 10 Uhr, war aber bisher nicht öffentlich gemacht worden. Verletzt wurde niemand, die Halle war leer. Nach Angaben der Staatsbahn BDZ und eines Technikers ereignete sich die Explosion in einem Technikschrank unter dem Wagenkasten, außerhalb des Fahrgastraums; darin sitzt laut dem Techniker die Leistungselektronik für Beleuchtung, Vakuumtoiletten und andere Systeme sitzt.

Der Waggon war zuletzt am 17. September auf der Strecke Sofia–Burgas im Einsatz, fiel dann aus und wurde leer ins Depot zurückgebracht; eine Reparatur am 19. September behob den Defekt nicht. Laut BDZ lässt die Bauweise eine solche Explosion im Normalbetrieb nicht erwarten, ein Zusammenhang zwischen Defekt und Explosion sei aber nicht belegt. Alle Waggons derselben Serie wurden vorsorglich abgestellt. Die Polizei sah zunächst keine Hinweise auf Sabotage, später wurde ein Verfahren gegen Unbekannt eingeleitet. Die Unterlagen gingen an die Bezirksstaatsanwaltschaft Sofia; eine abschließende Erkenntnis zur Ursache gibt es bislang nicht.

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