IWF-Studie: Asien altert – Thailand droht alt zu werden, bevor es reich ist
In Bangkok hat der IWF eine Studie zur Zukunft Asiens vorgestellt. Der Anteil der über 65-Jährigen soll bis 2050 auf rund 20 Prozent steigen, KI könnte das Wachstum stützen.

Symbolbild · Foto: User:Diliff / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Zum Auftakt der Jahrestagung von IWF und Weltbank in Bangkok stellt der Internationale Währungsfonds am Montag das Buch „Shaping the Future of Asia“ vor. Nach Eröffnungsworten von IWF-Chefin Kristalina Georgiewa sollte der Direktor der Asien-Pazifik-Abteilung, Krishna Srinivasan, die Ergebnisse präsentieren. Demnach hat sich das Pro-Kopf-Einkommen in der Region zwischen 1990 und 2023 mehr als verdoppelt, die extreme Armut sank von über 25 auf unter fünf Prozent der Bevölkerung. Asiens Anteil am weltweiten Wachstum stieg von etwa einem Viertel in den 1990er-Jahren auf heute rund zwei Drittel.
Doch die Bevölkerung altert rasch: Der Anteil der über 65-Jährigen soll von etwa elf Prozent im Jahr 2025 auf rund 20 Prozent im Jahr 2050 steigen. Die Alterung könnte das jährliche Wachstum der Region bis 2050 um etwa 0,3 Prozentpunkte dämpfen. Künstliche Intelligenz könnte dagegen in Schwellen- und Entwicklungsländern Asiens 0,2 bis 0,8 Punkte pro Jahr beisteuern, in fortgeschrittenen Volkswirtschaften 0,5 bis 1 Punkt. Thailand laufe Gefahr, „alt zu werden, bevor es das Einkommensniveau fortgeschrittener Volkswirtschaften erreicht“, warnt der IWF. Die nächste Herausforderung dort sei, informell und in Teilzeit Beschäftigte in die Rentenversicherung einzubeziehen.
