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Weltbank verhandelt mit 30 bis 40 Ländern über Krisenhilfe – Tagung in Bangkok beginnt

Zum Auftakt der Jahrestagung von IWF und Weltbank erwartet Weltbank-Chef Banga mehr Hilfsanträge. Bei einer Verschärfung der Lage seien bis zu 100 Milliarden Dollar möglich.

Archivbild: Hauptsitz der Weltbank in Washington

Archivbild · Foto: AgnosticPreachersKid / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Weltbank führt nach Angaben ihres Präsidenten Ajay Banga Gespräche mit 30 bis 40 Ländern über mögliche Krisenhilfen. Sie sollen helfen, Energieschocks und Preissteigerungen infolge des Krieges im Nahen Osten abzufedern. Von den 25 Milliarden Dollar, die die Bank zu Kriegsbeginn Ende Februar bereitgestellt hatte, haben bislang nur wenige Staaten Mittel abgerufen. „Es gibt Druck“, sagte Banga der Nachrichtenagentur Reuters. Er rechnet damit, dass in den kommenden Monaten mehr Länder Geld beantragen. Insgesamt stünden 50 bis 60 Milliarden Dollar bereit, wenn Mittel aus bereits genehmigten Projekten umgeschichtet werden. Bei einer Verschärfung könnten es bis zu 100 Milliarden werden – mehr als die 70 Milliarden während der Pandemie.

Die Entwicklungsländer schulden externen Gläubigern nach Schätzung der Weltbank in diesem Jahr rund 400 Milliarden Dollar, ein Drittel davon sind Zinszahlungen. Stark gestiegene Diesel- und Düngerpreise sowie ein drohender „Super-El-Niño“ verschärfen die Lage. Seit Montag tagen IWF und Weltbank bis zum 18. Oktober in Bangkok – erstmals seit 1991 wieder in der thailändischen Hauptstadt. IWF-Chefin Kristalina Georgiewa warnte, die weltweite Staatsverschuldung nähere sich dem höchsten Stand seit dem Zweiten Weltkrieg. Am Dienstag legt der IWF seinen neuen Weltwirtschaftsausblick vor. Für Bulgarien werden Notenbankchef Dimitar Radew und ein Vertreter des Finanzministeriums erwartet.

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