Demerdschiew sieht Zusammenhang zwischen Bombendrohungen und Enthüllungen über Peevski
Der Innenminister, dem per Mail eine Bombe im Auto angedroht wurde, sagt, die Drohungen kämen immer, wenn die Öffentlichkeit auf wichtige Themen schaue. Sein Schutz wurde nicht verstärkt.

Symbolbild · Foto: Apostel8 / Wikimedia Commons, CC0 (zugeschnitten und skaliert)
Das Innenministerium hat BNT bestätigt, dass unter den E-Mail-Bombendrohungen der vergangenen Woche auch eine gegen Innenminister Iwan Demerdschiew war. Darin heißt es, in seinem Auto sei ein Sprengsatz angebracht. In der bTV-Sendung „120 Minuten“ sagte Demerdschiew am Sonntag, er habe keine Angst, die Drohungen würden seine Entscheidungen nicht ändern. Sein Personenschutz sei nicht verstärkt worden, weil es dafür keinen Grund gebe.
Der Minister sprach von einer „äußerst unangenehmen Gesetzmäßigkeit“: Die Drohungen kämen immer dann, wenn die öffentliche Aufmerksamkeit auf etwas Wichtiges gerichtet sei. Er erinnerte daran, dass er im Parlament über Flüge von Deljan Peevski gesprochen habe und auf neue Enthüllungen eine Welle von Drohungen gefolgt sei. Dass Peevski hinter den Drohungen gegen ihn stehe, könne er nicht feststellen, aber es gebe „definitiv einen Zusammenhang“. Jemand habe ein Interesse daran, den Fokus von ernsten Themen abzulenken. Demerdschiew sagte zudem, die Beweissammlung zu mutmaßlicher Veruntreuung öffentlicher Gelder über Ausschreibungen gehe weiter; der Leitplanken-Fall sei nur ein betroffener Bereich. Ein Teil der Unterlagen liege bereits bei der Staatsanwaltschaft. Die Urheber der Drohungen zu ermitteln, sei technisch schwierig, man werde aber alles daransetzen.
