Remi Wolf – „Mud“ im Test: Weniger Funk, mehr Gefühl
Auf ihrem dritten Album tauscht die Kalifornierin bunte Synthie-Beats gegen akustische Instrumente und Country-Anklänge. AP vergibt 4 von 5 Sternen.
Foto: Raph_PH / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)
Video zur Single: YouTube · RemiWolfVEVO · youtube.com
Single: I Won't Cry
Remi Wolf hat am 9. Oktober bei Island Records ihr drittes Album „Mud“ veröffentlicht, den Nachfolger von „Big Ideas“ (2024). Die elf Songs entstanden unter anderem in Nashville, Big Bear, in den Electric Lady Studios in New York und in Joshua Tree; auf „Moon So High“ singt John Mayer mit. Zur Ballade „I Won't Cry“ gibt es ein offizielles Video, bei dem Wolf zusammen mit Milo Nichols Regie führte – es spielt in einer Autowaschanlage.
Die Nachrichtenagentur AP vergibt 4 von 5 Sternen: Wolf lasse den funkigen, synthielastigen Sound früherer Platten hinter sich und stelle akustische Instrumente in den Vordergrund – das Ergebnis sei „schmutzig und unperfekt, aber erneuert“. Als Höhepunkt nennt AP das beschwingte „Wine Drunk“ mit Banjo und E-Gitarre, „Champagne“ könne man dagegen überspringen. Pitchfork bewertet das Album mit 7,3 von 10 Punkten.
Auch NME-Kritikerin Hollie Geraghty beschreibt die Abkehr vom bunten Maximalismus hin zu einem roheren, zurückgenommenen Klang. Emotionale Offenheit ersetze die humorvollen Pointen früherer Songs, ihr stärkstes Instrument sei ihre Stimme – besonders in den Country-Nummern. Schwächer seien „Jamie“ und das nur langsam in Fahrt kommende „Guess“.
