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Ein Megawatt auf wenigen Quadratmetern: Rittal und Bosch zeigen Modul für KI-Rechenzentren

Zum Start des OCP Global Summit in San José präsentiert Rittal eine kompakte Einheit aus Racks, Flüssigkühlung und 800-Volt-Stromversorgung von Bosch – und kündigt 100 Millionen Euro für neue Werke an.

Server-Racks in einem Rechenzentrum (Symbolbild)

Symbolbild · Foto: Christopher Bowns / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0 (zugeschnitten und skaliert)

Der hessische Systemanbieter Rittal hat zum Auftakt des OCP Global Summit im kalifornischen San José eine Architektur für KI-Rechenzentren vorgestellt, die Server-Racks, direkte Flüssigkühlung der Chips und Gleichstromversorgung in einer kompakten Einheit bündelt. Nach Unternehmensangaben ist sie für mehr als ein Megawatt IT-Leistung auf wenigen Quadratmetern ausgelegt. Die Branchenmesse für offene Rechenzentrumsstandards läuft vom 12. bis 15. Oktober.

Kern des Systems ist eine zentrale Kühlmittelverteilung mit mehr als einem Megawatt wassergestützter Kühlleistung. Für den Strom sorgt ein Demonstrator mit 800-Volt-Leistungselektronik von Bosch; das modulare Stromversorgungskonzept ist laut Rittal auf bis zu zwei Megawatt skalierbar. „KI-Rechenzentren brauchen eine industriell skalierbare Architektur für den Whitespace“, sagte Rittal-Technikchef Philipp Guth.

Bosch-Manager Bruno Ahrens bezeichnete effiziente Leistungselektronik in industriellem Maßstab als „Kernkompetenz von Bosch“. Rittal kündigte zudem an, 100 Millionen Euro in den Ausbau seiner Werke in Europa und den USA zu investieren. Hintergrund ist der rasant steigende Strom- und Kühlbedarf der neuesten KI-Chips, für den herkömmliche Rechenzentrumstechnik kaum noch ausreicht.

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