Wasser als Ballast: Wurmroboter WorMa verlagert sein Gewicht für Land und Wasser
Ein Roboter der NYU Tandon pumpt rund 300 Gramm Wasser zwischen Kopf und Schwanz hin und her. So klettert er steilere Hänge hoch und schwimmt schneller – ohne Umbau.
Foto: Kidfly182 / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Video: YouTube · NYU Tandon School of Engineering · youtube.com
Forschende der NYU Tandon School of Engineering haben einen amphibischen Roboter nach dem Vorbild eines Wurms gebaut, der seinen Schwerpunkt selbst verschieben kann. WorMa – der Name verbindet „worm“ und „mass“ – ist etwa 50 Zentimeter lang, wiegt gut ein Kilogramm und besteht aus fünf Gliedern mit vier Gelenken. Eine Pumpe im Mittelteil bewegt rund 300 Gramm Wasser, 28 Prozent seiner Masse, zwischen Kopf und Schwanz. Die Studie erschien im Fachjournal Advanced Robotics Research.
Liegt das Wasser vorne, schafft WorMa Steigungen bis 19,5 Grad, die er sonst nicht bewältigt; die Transportkosten am Hang sinken laut den Forschenden um mindestens 33 Prozent. Liegt es hinten, schwimmt er bis zu 26 Prozent schneller und 52 Prozent effizienter. Stufen bis 15 Zentimeter Höhe nimmt er ebenfalls. Noch wird die Gewichtsverlagerung von außen gesteuert, Sensoren für das Gelände hat der Roboter nicht.
„Der Mechanismus selbst ist an keine bestimmte Aufgabe gebunden“, sagt Nana Obayashi, Assistenzprofessorin an der NYU Tandon, in deren Labor WorMa entstand. Mögliche Einsätze sind etwa Umweltmessungen oder die Inspektion von Infrastruktur. Vorgestellt wurde WorMa bereits im September, ein neuer Bericht vom Wochenende rückt ihn nun wieder in den Blick.
