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Schüsse in Berlin: Sonderermittler erwirken 61 Haftbefehle und 19 Anklagen

Justizsenatorin Badenberg zieht Bilanz der Staatsanwalts-Gruppe „Telum“. Ein erstes Urteil ist gefallen: fünfeinhalb Jahre Haft für einen Schutzgeld-Erpresser.

Kriminalgericht in Berlin-Moabit (Symbolbild)

Symbolbild · Foto: A.Savin / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Im Kampf gegen die Serie von Schüssen in Berlin hat die Sonder-Ermittlungsgruppe „Telum“ der Staatsanwaltschaft bislang 61 Haftbefehle erwirkt und 19 Anklagen erhoben. Das sagte Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) dem „Tagesspiegel“. „Die Bilanz der Ermittlungsgruppe Telum kann sich schon nach kurzer Zeit sehen lassen“, so Badenberg. Die im Februar gegründete Gruppe gehört zur Abteilung für Organisierte Kriminalität und bearbeitet die Fälle der Polizei-Sondereinheit „Ferrum“, die seit dem vergangenen Jahr mehr als 650 Verfahren eingeleitet hat.

Inzwischen gibt es auch eine erste Verurteilung: Das Landgericht verhängte gegen einen 34-Jährigen fünf Jahre und sechs Monate Haft wegen versuchter schwerer räuberischer Erpressung. Laut Staatsanwaltschaft hatte der Mann im Januar unter dem Namen der Gruppierung „Daltons“ 200.000 Euro von einem Geschäftsmann gefordert; nach dessen Weigerung soll er auf sein Geschäft in Neukölln geschossen haben. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Badenberg sprach von einem wichtigen Signal.

Die Gewalt reißt dennoch nicht ab: Erst am Freitagnachmittag waren in Schöneberg nach einem Streit zwei Menschen angeschossen worden, die Schützen flüchteten in mehreren Autos. Nach Polizeiangaben sind die Verletzungen nicht lebensgefährlich; die Kriminalpolizei prüft einen möglichen Clan-Hintergrund.

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