Fahrerlose Lkw in den USA: Blinkleuchte am Führerhaus ersetzt das Warndreieck
Die US-Verkehrsbehörde FMCSA erlaubt Roboter-Lkw für fünf Jahre Warnleuchten statt Warndreiecken. Damit fällt eine zentrale Hürde für den Betrieb ohne Fahrer – Fernfahrerverbände protestieren.

Symbolbild · Foto: Votpuske / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Selbstfahrende Lastwagen in den USA dürfen bei einer Panne künftig Warnleuchten am Führerhaus einschalten, statt Warndreiecke auf die Fahrbahn zu stellen. Die Bundesbehörde für Lkw-Sicherheit (FMCSA) hat dafür eine Ausnahme bis Oktober 2031 erteilt. Sie gilt für den Entwickler Aurora und für weitere Betreiber fahrerloser Lkw der Autonomiestufe 4, die sich vorab bei der Behörde melden, darunter Kodiak AI.
Bisher schreiben die Regeln vor, dass ein Fahrer nach einer Panne innerhalb von zehn Minuten Warndreiecke aufstellt – ohne Menschen an Bord ist das unmöglich. Nun müssen gelbe Blinkleuchten nach vorn und hinten strahlen, über eine redundante Stromversorgung verfügen und binnen fünf Minuten nach dem Halt aktiv sein. Gefahrgut- und Personentransporte bleiben ausgeschlossen, Unfälle mit eingeschalteten Leuchten müssen binnen fünf Tagen gemeldet werden.
Die Branche spricht von einem wichtigen Schritt zur Kommerzialisierung, Kritiker wie der Fernfahrerverband OOIDA warnen dagegen: Bei quergestellten Anhängern könnten die Leuchten verdeckt sein. Nach Angaben der Eastern Herald waren die Leuchten während der Testphase mit 34 Lkw und mehr als 500.000 Meilen insgesamt nur rund zehn Stunden in Betrieb.
