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Nato-Atomwaffenübung: Luftwaffe verlegt drei Tornados aus Büchel nach Italien

Ab Dienstag probt die Nato bei „Steadfast Noon“ die nukleare Abschreckung. Deutschland schickt drei Tornados nach Aviano – geübt wird nur mit Attrappen ohne Sprengköpfe.

Tornado der Luftwaffe bei der Landung in Büchel (Archivbild)

Archivbild · Foto: Alf van Beem / Wikimedia Commons, CC0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Luftwaffe beteiligt sich in den kommenden Tagen an der jährlichen Nato-Atomwaffenübung „Steadfast Noon“, die nach dpa-Angaben an diesem Dienstag beginnt. Drei Tornado-Kampfjets des Taktischen Luftwaffengeschwaders 33 werden dafür vom Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz auf den Stützpunkt Aviano in Norditalien verlegt. In Büchel lagern nach offiziell unbestätigten Angaben US-Atomwaffen, die im Rahmen der nuklearen Teilhabe im Ernstfall von deutschen Jets eingesetzt werden könnten.

Szenario und Details der Übung sind geheim; verwendet werden nur Bombenattrappen ohne nukleare Sprengköpfe. Trainiert wird nach Angaben der Nato unter anderem, Waffen aus unterirdischen Magazinen zu den Flugzeugen zu bringen und unter die Jets zu montieren. Der Umfang soll dem des Vorjahres entsprechen, als rund 2.000 Soldaten und mehr als 70 Flugzeuge beteiligt waren, darunter F-35-Kampfjets sowie Aufklärungs- und Tankflugzeuge.

Die Nato betont, die Übung richte sich gegen kein bestimmtes Land und habe nichts mit aktuellen Ereignissen zu tun. Die Bedrohungsanalyse des Bündnisses konzentriert sich jedoch vor allem auf Russland, dem zuletzt nukleares Säbelrasseln vorgeworfen wurde. Im Vorjahr hatte Moskau parallel eine eigene strategische Atomübung abgehalten; eine Reaktion auf die diesjährige Übung lag zunächst nicht vor.

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