BDI warnt: Russische Sabotage gegen deutsche Firmen nimmt zu
Der Industrieverband BDI rechnet mit anhaltender Bedrohung durch russische Sabotage und vielfältigeren Angriffsmethoden. Unternehmen würden nicht zufällig ins Visier genommen.

Archivbild · Foto: Assenmacher / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnt vor wachsender russischer Sabotage gegen Unternehmen in Deutschland. Die Industrie rechne damit, dass die Bedrohung anhält und die Angriffsmethoden vielfältiger werden, sagte der stellvertretende BDI-Hauptgeschäftsführer Holger Lösch dem „Handelsblatt“. Firmen würden dabei nicht zufällig zum Ziel.
Russische Einfluss- und Sabotageaktivitäten seien längst kein abstraktes Szenario mehr, so Lösch. Wie zuvor schon Sicherheitsbehörden sieht damit auch die Wirtschaft selbst eine zunehmende Gefahr für Betriebe, Lieferketten und kritische Infrastruktur.
Nach einem Lagebild des Bundeskriminalamts wurden bis Ende August 2026 bundesweit 165 Sabotageverdachtsfälle registriert, im gesamten Vorjahr waren es 320. Anfang September waren zudem Umspannwerke in Bergheim (NRW) und Turnow-Preilack (Brandenburg) Ziel von Anschlägen; in Bergheim kam es dabei nicht zu Stromausfällen.
