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Straße von Hormus: Supertanker in Flammen – Angriffe auf Schiffe nehmen zu

Iran meldet einen Tanker, der auf eine Seemine gelaufen sei, die britische Seefahrtsbehörde weitere Vorfälle. Die USA setzen auf „absolute Isolation“ Teherans – die Gespräche stocken.

Tanker im Persischen Golf (Archivbild)

Archivbild · Foto: NAVCENT Public Affairs / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)

An der Straße von Hormus spitzt sich die Lage weiter zu. Nach Angaben der Marine der iranischen Revolutionsgarden lief am Samstagabend ein nicht genannter Supertanker auf eine Seemine und geriet in Brand; das Schiff habe eine nicht genehmigte Route mit abgeschalteten Navigationssystemen genutzt. Die britische Seefahrtsbehörde UKMTO meldete am Sonntag mehrere militärische Vorfälle und Warnungen gegen Schiffe in der Meerenge und im Golf von Oman, darunter ein Geschoss, das einen auslaufenden Tanker traf. Die Küstenwache der Emirate rettete 22 Seeleute von einem brennenden Tanker.

Die USA erzwingen zugleich ihre Seeblockade iranischer Häfen: Nach Angaben des US-Zentralkommandos wurden seit Mitte Juli vier Handelsschiffe manövrierunfähig gemacht, 135 zur Umkehr gezwungen und zehn mit Iran verbundene Tanker zerstört. US-Finanzminister Scott Bessent sagte, aus „maximalem Druck“ sei eine Kampagne der „absoluten Isolation“ geworden. Durch die Meerenge, über die normalerweise ein Fünftel des weltweiten Öls und Gases läuft, flossen laut Daten von Kpler zuletzt rund 40 Prozent weniger Rohöl als üblich.

Teheran zeigt sich unnachgiebig. Armeekoordinator Habibollah Sayyari sagte im Staatsfernsehen, man habe feindliche Schiffe getroffen und werde dies erneut tun, falls Iran angegriffen werde. Iran verlangt für eine Öffnung der Meerenge unter anderem die Rückkehr zu einer im Juni vereinbarten Absichtserklärung. Botschaften laufen weiter über Vermittler, mit einem Durchbruch vor der Wahl in Israel am 27. Oktober und den US-Zwischenwahlen am 3. November wird laut Al Jazeera aber nicht gerechnet.

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