Iran nennt US-Antwort „unzureichend“ – Drohung gegen Datenzentren in der Region
Teheran sieht einige seiner sieben Bedingungen für ein Kriegsende von Washington akzeptiert, die Antwort aber als unzureichend. Am Hormus melden die Revolutionsgarden weitere Minentreffer.

Archivbild · Foto: NASA / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)
Der Iran hat die jüngste Antwort der USA auf seine Vorschläge zur Beendigung des Krieges als „unzureichend“ bezeichnet. Mohsen Resai, Chef des Obersten Nationalen Sicherheitsrats, sagte nach Angaben der Staatsagentur IRNA, Washington habe einige der sieben Bedingungen Teherans akzeptiert, andere seien unklar. Der Iran antworte vorerst nicht, die USA müssten zunächst bestimmte Punkte klären. Laut Iran International sagte Resai zudem, die iranische Diplomatie habe sich verändert, es werde „keine Rückkehr zum früheren Zustand“ geben.
Resai drohte für den Fall neuer heftiger Kämpfe mit Angriffen auf „Kabel, Rechenzentren, KI-Einrichtungen und andere Ziele in der Region“. Die Marine der Revolutionsgarden warnte, jedes Schiff, das seine Navigations- und Identifikationssysteme abschalte, werde als „feindlich“ eingestuft. Nach Angaben der Revolutionsgarden lief am Sonntag ein Tanker mit 750.000 Barrel Rohöl in der Straße von Hormus auf eine Seemine und geriet in Brand – der dritte solche Fall an diesem Tag. Unabhängig bestätigt wurde das nicht.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kam laut Times of Israel am Sonntagabend mit Sicherheitsvertretern zusammen, angesichts von Sorgen vor einer Eskalation mit dem Iran. Beide Seiten stehen weiterhin über Vermittler in Kontakt; eine im Juni unterzeichnete Absichtserklärung war wenige Tage später gescheitert. Einen iranischen Vorschlag für eine beschleunigte Einigung vom vergangenen Monat hatten die USA abgelehnt.
