Nach DFB-Strafantrag: Unions U19-Trainer Jens Härtel legt sein Amt nieder
Der DFB-Kontrollausschuss hat wegen diskriminierender Äußerungen im Training ein mehrwöchiges Betätigungsverbot beantragt. Härtel räumt Fehler ein.

Symbolbild · Foto: Arne Müseler / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 de (zugeschnitten und skaliert)
Jens Härtel ist nicht mehr Trainer der U19 des 1. FC Union Berlin. Wie der Verein am Sonntagabend mitteilte, legt der 57-Jährige sein Amt nieder, das er erst Anfang Juli übernommen hatte. Der Kontrollausschuss des DFB hat wegen diskriminierender Äußerungen im Training ein mehrwöchiges Betätigungsverbot beantragt; entschieden ist darüber noch nicht.
Auslöser war ein anonymes Schreiben an den Verein, der den Fall mit externer Unterstützung intern prüfte. Eine Gefährdung von Spielern sei „nach Einschätzung der Beteiligten zu keinem Zeitpunkt erkennbar“ gewesen, so Union. „Ich habe Fehler gemacht und bin meiner Vorbildfunktion im Nachwuchsbereich nicht gerecht geworden“, erklärte Härtel. Nachwuchs-Geschäftsführer Lutz Munack sagte: „Jens Härtel hat sich falsch verhalten und ist dafür von uns sanktioniert worden.“
Härtel will nach eigenen Worten bis auf Weiteres nicht als Trainer arbeiten. Union kündigte an, Antidiskriminierung zum Pflichtteil der Trainerfortbildung zu machen. Einen Nachfolger nannte der Klub nicht. Härtel trainierte zuvor unter anderem den 1. FC Magdeburg, Hansa Rostock und Eintracht Braunschweig.
