Tattoo zum Ein- und Ausschalten: Farbe erscheint unter UV-Licht und verschwindet wieder
Ingenieure der University of Colorado Boulder haben Tattoofarben entwickelt, die normalerweise unsichtbar sind. Unter UV-Licht leuchten sie binnen Sekunden blau, magenta oder gelb.

Archivbild · Foto: Dave Dugdale / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0 (zugeschnitten und skaliert)
Ein Team um Carson Bruns von der University of Colorado Boulder hat Tattoofarben entwickelt, die sich per Licht an- und abschalten lassen. Die Tinten namens PhotoTat kombinieren lichtempfindliche Farbstoffe mit winzigen glasartigen Kügelchen aus PMMA, einem plexiglasähnlichen Kunststoff, der auch in manchen Medizinprodukten wie Hautfüllern steckt. Die Studie ist im Fachjournal Matter & Light erschienen.
Im Normalzustand sind die Farbstoffe unsichtbar. Unter ultraviolettem Licht färben sie sich innerhalb von Sekunden blau, magenta oder gelb und verblassen über mehrere Stunden wieder; helles LED-Licht schaltet sie schneller ab. Durch Mischen der Grundfarben sind vollfarbige Motive möglich. „PhotoTat ist wie ein Schalter“, sagt Bruns, der die Tinten an seinem eigenen Bein getestet hat.
Medizinisch könnten solche Tinten die kleinen Markierungen ersetzen, mit denen Strahlentherapien bei Krebs ausgerichtet werden und die bisher dauerhaft sichtbar bleiben. Die Sicherheit am Menschen ist allerdings noch nicht geklärt, im Tattoostudio gibt es PhotoTat nicht. Das Team will die Farben in den kommenden Jahren weiterentwickeln.
