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Schizophrenie: USA lassen Olanzapin als Monatsspritze unter die Haut zu

Die FDA hat Weltruza zugelassen – laut Hersteller Teva die erste Olanzapin-Depotspritze, die einmal im Monat unter die Haut gegeben wird. Eine Überwachung danach ist nicht vorgeschrieben.

Symbolbild: Spritze und Medikamentenfläschchen

Symbolbild · Foto: FNDE / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat Weltruza zugelassen, ein Olanzapin-Präparat mit verzögerter Wirkstofffreisetzung zur Behandlung von Erwachsenen mit Schizophrenie. Das berichteten Fachmedien wie Psychiatric Times am 9. Oktober 2026. Das Medikament wird einmal im Monat unter die Haut (subkutan) gespritzt; entwickelt wurde es von Teva gemeinsam mit dem französischen Unternehmen Medincell. Laut Teva ist es die erste und einzige Olanzapin-Depotspritze dieser Art. Nötig seien weder Aufsättigungsdosen noch zusätzliche Tabletten oder eine Überwachung nach der Injektion.

Zum Hintergrund: Die bisherige Olanzapin-Depotspritze in den Muskel darf in den USA nur in zertifizierten Einrichtungen gegeben werden, danach werden Patientinnen und Patienten drei Stunden überwacht – wegen eines seltenen Delir- und Sedierungssyndroms nach der Injektion (PDSS). In der Phase-3-Studie SOLARIS mit 675 Teilnehmenden zwischen 18 und 64 Jahren wurde laut Psychiatric Times bei 3.971 Injektionen im Studienprogramm kein PDSS-Fall beobachtet. Die zugelassenen Dosen von 318, 425 und 531 Milligramm entsprechen 10, 15 und 20 Milligramm Olanzapin täglich als Tablette.

Die Packungsbeilage enthält dennoch einen PDSS-Warnhinweis, da das Risiko bei Gabe unter die Haut nicht abschließend bekannt ist. Teva rechnet laut dem Bericht mit der Markteinführung in den USA „in den kommenden Wochen“. In der EU ist das Mittel noch nicht zugelassen; die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA hat den Zulassungsantrag im Mai 2026 angenommen. Depotspritzen sollen helfen, wenn die tägliche Tabletteneinnahme schwerfällt. Über die passende Therapie entscheiden Betroffene gemeinsam mit ihren Ärztinnen und Ärzten.

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.

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