Gasheizung 2027: Netzentgelte steigen leicht – über 670 Euro Unterschied je nach Region
Laut einer Auswertung von ene't steigen die Gasnetzentgelte für einen Musterhaushalt 2027 im Schnitt um 1,2 Prozent auf 603,47 Euro netto. Regional liegen Welten dazwischen.

Symbolbild · Foto: Turbojet / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Wer mit Gas heizt, muss 2027 für die Nutzung des Gasnetzes im Schnitt etwas mehr zahlen. Laut einer Auswertung des Dienstleisters ene't (Stand 8. Oktober 2026) steigen die Netzentgelte für einen Musterhaushalt mit 20.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch um 7,25 Euro beziehungsweise 1,2 Prozent auf 603,47 Euro netto im Jahr. 2026 waren es 596,22 Euro. Für einen kleineren Haushalt mit 7.000 Kilowattstunden ergeben sich laut ene't 261,46 statt 258,48 Euro. Hinzu kommt jeweils die Mehrwertsteuer.
Groß sind die regionalen Unterschiede: Am günstigsten ist laut der Auswertung das Netz der Stadtwerke Greven mit 301,51 Euro, am teuersten das von E.DIS mit 977,68 Euro – eine Spanne von 676,17 Euro im Jahr. Den stärksten Anstieg verzeichnet Thüga Energienetze mit plus 50,74 Euro (12,1 Prozent) auf 471,94 Euro, den deutlichsten Rückgang eneREGIO mit minus 42,40 Euro (8,0 Prozent) auf 489,60 Euro, wie t-online berichtete. Haushalte im teuersten Netz zahlen damit mehr als dreimal so viel wie im günstigsten.
Die Zahlen sind vorläufig: Sie beruhen auf Preisblättern von 46 Gasnetzbetreibern, die rund 42,9 Prozent der gasversorgten Fläche abdecken, und können sich laut ene't bis zum Jahreswechsel noch ändern. Die Netzentgelte sind nur ein Bestandteil des Gaspreises. Ob und in welchem Umfang Versorger die Änderungen weitergeben, zeigt sich erst mit ihren Tarifen für 2027. Kundinnen und Kunden sollten Preisänderungsschreiben genau lesen und Angebote vergleichen.
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