Schiffsangriffe: Radew bittet EU und NATO um technische Hilfe bei den Ermittlungen
Premier Radew hat sich schriftlich an Costa, von der Leyen und Rutte gewandt. Bulgarien hat bisher keine Drohnentrümmer gefunden, die Aufschluss über die Herkunft der Angreifer geben könnten.

Archivbild · Foto: 内閣官房内閣広報室 / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Bulgarien bittet die EU und die NATO um technische Unterstützung bei der Aufklärung des Drohnenangriffs auf zwei Handelsschiffe in seiner Ausschließlichen Wirtschaftszone im Schwarzen Meer. Nach Angaben des Pressedienstes des Ministerrats schrieb Premier Rumen Radew an EU-Ratspräsident António Costa, Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und NATO-Generalsekretär Mark Rutte. Er bat um Unterstützung der Verbündeten und um vorrangige Behandlung, weil die Sache dringlich sei.
Trotz aller Bemühungen seien bislang keine Trümmer der Drohnen gefunden worden, die Rückschlüsse auf deren Herkunft zuließen, heißt es. Radew bat deshalb auch die Europäische Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs (EMSA) um Hilfe. Ausgewertet werden sollen alle verfügbaren Beweisstücke, Satellitendaten und weitere gesammelte Informationen. Mit der NATO steht Sofia wegen der Unterstützung der Verbündeten in Kontakt.
Bulgarien verurteile militärische Angriffe auf die Handelsschifffahrt und auf zivile Seeleute „kategorisch“, erklärte die Regierung. Sobald feststehe, wer verantwortlich ist, will das Land alle diplomatischen und rechtlichen Schritte nach dem Völkerrecht ergreifen. Die beiden Schiffe waren am 6. Oktober gegen 3 Uhr von See- und Luftdrohnen getroffen worden; ein Frachter unter der Flagge Togos sank, zwei verletzte Seeleute wurden nach Warna gebracht.
Quellen
- BTA, България поиска техническа помощ от ЕС и НАТО за разследването на атаката срещу кораби в българската изключителна икономическа зона в Черно море, 12.10.2026
- BNT, България поиска техническа помощ от ЕС и НАТО за разследването на атаката с дронове в Черно море, 12.10.2026
- bTV, България поиска помощ от ЕС и НАТО за раследването на атаката с дронове в Черно море, 12.10.2026
