DFB sperrt Ex-Union-Jugendtrainer Härtel: Acht Wochen sofort, Urteil rechtskräftig
Das DFB-Sportgericht verhängt gegen Jens Härtel zwölf Wochen Funktionsverbot wegen diskriminierender Äußerungen – vier davon auf Bewährung. Der 57-Jährige hat dem Urteil zugestimmt.

Archivbild · Foto: Steven Schaap / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Einen Tag nach seinem Rücktritt als U19-Trainer des 1. FC Union Berlin ist Jens Härtel vom DFB-Sportgericht bestraft worden. Im Einzelrichterverfahren verhängte das Gericht auf Antrag des DFB-Kontrollausschusses ein Funktionsverbot als Trainer von insgesamt zwölf Wochen. Acht Wochen muss der 57-Jährige sofort verbüßen, die restlichen vier Wochen sind für ein Jahr zur Bewährung ausgesetzt.
Grundlage sind nach Angaben des DFB drei Fälle diskriminierenden unsportlichen Verhaltens: Härtel habe sich im Trainings- und Spielbetrieb mehrfach diskriminierend geäußert. Zusätzlich muss er an einem Konflikt- und Deeskalationstraining der zentralen Anlaufstelle für Gewalt-, Diskriminierungs- und Extremismusfälle oder einer vergleichbaren Einrichtung teilnehmen und dies dem Verband bis April 2027 nachweisen.
Härtel hat dem Urteil zugestimmt, es ist damit rechtskräftig. Er hatte sich zuvor öffentlich bei der Mannschaft sowie dem Trainer- und Betreuerteam entschuldigt und Fehler eingeräumt. Nach Angaben von Union will er den Trainerberuf bis auf Weiteres nicht ausüben.
