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Hacker tauen Kühltheken ab: Cyberangriff trifft Hunderte Supermärkte in Frankreich

Angreifer haben veraltete Kühlsteuerungen von Danfoss gekapert und Abtauzyklen ausgelöst. Betroffen sind Intermarché, Carrefour, Monoprix und Super U. Die Pariser Staatsanwaltschaft ermittelt.

Kühltruhe in einem französischen Supermarkt (Symbolbild)

Symbolbild · Foto: TCY / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

In der Nacht zu Montag haben Unbekannte die Kühlsysteme zahlreicher französischer Supermärkte manipuliert. Nach Angaben von Fachmedien lösten sie aus der Ferne erzwungene Abtauzyklen aus; laut dem Sender BFMTV wurden Temperaturen von bis zu 50 Grad eingestellt. Intermarché spricht von 150 betroffenen Märkten, Carrefour von 80 seiner rund 6.000 Filialen, bei Monoprix sind laut Groupe Casino fünf Prozent der Märkte betroffen. Französische Medien berichten insgesamt von mehreren Hundert Geschäften.

Ziel waren nach Angaben von Intermarché Steuerungen des dänischen Herstellers Danfoss. Danfoss bestätigte laut Infosecurity Magazine, dass die betroffenen Modelle veraltet (AK-SM800, AK-SC355) oder nicht aktualisiert (AK-SM800A) waren. Wie die Geräte kompromittiert wurden, ist noch unklar. Allein in Haguenau im Elsass verloren zwei Märkte laut BFMTV Waren im Wert von 270.000 Euro.

Die Pariser Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen zu dem „groß angelegten Cyberangriff“ eingeleitet. Die Cybersicherheitsbehörde ANSSI hat nach Medienberichten die betroffene Software identifiziert und stimmt sich mit europäischen Partnern ab. Coopérative-U-Chef Dominique Schelcher nannte den Angriff „von höchster Schwere, beispiellos und inakzeptabel“.

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