Weniger Nvidia: Microsoft will 2027 über eine Million eigene KI-Chips Maia 300 einsetzen
Microsoft hat die dritte Generation seines KI-Chips vorgestellt. Der Maia 300 soll pro Megawatt rund 40 Prozent mehr leisten als führende GPU-Systeme – geprüft ist das nicht.

Symbolbild · Foto: Hay Kranen / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Microsoft hat am Montag mit dem Maia 300 die dritte Generation seines eigenen KI-Beschleunigers vorgestellt. Wie Reuters berichtet, könnte der Konzern im kommenden Jahr mehr als eine Million der Chips für seine internen KI-Dienste einsetzen; Microsoft selbst spricht von Installationen im Umfang mehrerer Gigawatt ab 2027. Der Vorgänger Maia 200 betreibt bereits Microsofts eigene Modelle sowie OpenAI-Modelle auf der Cloud-Plattform Azure.
Der Chip besteht aus mehreren Bausteinen (Chiplets): Die zentrale Recheneinheit fertigt TSMC im 2-Nanometer-Verfahren, andere Teile entstehen im günstigeren 3-Nanometer-Prozess. Laut Notebookcheck hat der Maia 300 288 Gigabyte HBM4-Speicher mit 18 Terabyte pro Sekunde Bandbreite. Ein Rack fasst 96 Chips und zieht rund 167 Kilowatt; Nvidias GB300-Racks kommen mit 72 GPUs auf 142 Kilowatt. Microsoft gibt an, pro Megawatt etwa 40 Prozent mehr nutzbare Rechenleistung als „führende GPU-basierte Systeme“ zu liefern, nennt aber keine konkreten Vergleichssysteme.
„Es liefert im Grunde mehr Intelligenz für jedes Watt, jeden Dollar und jedes Byte Speicher“, sagte Rani Borkar, bei Microsoft für Azure-Hardwaresysteme zuständig, zu Reuters. Mit eigenen Chips wollen Cloud-Anbieter und KI-Firmen wie OpenAI ihre Abhängigkeit von Nvidia verringern. Microsoft rechnet in diesem Kalenderjahr mit Investitionsausgaben von mehr als 175 Milliarden Dollar.
