Feststoff-Akku: CATL testet Zellen mit 20 Amperestunden – Pilotfertigung 2027
Der chinesische Batteriehersteller CATL kommt bei Festkörperzellen voran: Statt 10-Ah-Mustern laufen nun Tests mit 20-Ah-Zellen. Die Großserie bleibt für etwa 2030 geplant.

Symbolbild · Foto: Matti Blume / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Der chinesische Batteriekonzern CATL hat neue Angaben zu seiner Entwicklung von Festkörperbatterien gemacht. Auf Fragen von Anlegern über die Plattform „Hudongyi“ der Börse Shenzhen teilte das Unternehmen mit, es sei von einer Validierungsplattform der 10-Amperestunden-Klasse zu Testläufen mit Mustern von 20 Amperestunden übergegangen. Eine Pilotproduktion ist weiter für 2027 geplant, die Fertigung in großen Stückzahlen für etwa 2030. An dem Projekt arbeiten mehr als 1.000 Beschäftigte.
Angestrebt wird eine Energiedichte von rund 500 Wattstunden pro Kilogramm auf Zellebene; als Wert für Serienzellen hat CATL diese Zahl laut dem Portal Car News China aber nicht bestätigt. Nach unbestätigten Berichten setzt der Hersteller auf Elektrolyte auf Sulfidbasis. Zu Produktionsmengen, Autokunden oder einem Fahrzeugstart machte CATL keine Angaben. Bereits im Juni hatte Firmenchef Robin Zeng gesagt, bis zum breiten Einsatz dauere es noch einige Jahre; zuerst dürften Festkörperakkus in Fahrzeugen der Oberklasse auftauchen.
Als größte technische Hürde gilt der Sprung von 20-Ah-Mustern zu Zellen mit 60 Amperestunden, wie sie für Autos benötigt werden. Sulfidische Festkörperzellen brauchen einen hohen Anpressdruck, damit die Grenzflächen in Kontakt bleiben, und kosten derzeit drei- bis fünfmal so viel wie herkömmliche Lithium-Ionen-Zellen. Auf der neunstufigen Skala der technologischen Reife sah sich CATL im Juni auf Stufe 4, also bei Laborvalidierung und Prototypen. An der Technik arbeiten unter anderem auch BYD, Toyota, Factorial und QuantumScape.
