Weltspartag: Deutsche Haushalte legen 18,9 Prozent ihres Einkommens zurück
Laut Statistischem Bundesamt sparen private Haushalte in Deutschland deutlich mehr als im EU-Schnitt von 14,3 Prozent. Die Inflation lag zuletzt bei 3,3 Prozent.

Symbolbild · Foto: Dmitry G / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Private Haushalte in Deutschland haben 2025 rund 18,9 Prozent ihres verfügbaren Einkommens gespart. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am 27. Oktober 2026 mit Blick auf den Weltspartag am 30. Oktober mit. Im EU-Durchschnitt lag die sogenannte Bruttosparquote bei 14,3 Prozent. Auch im ersten Halbjahr 2026 betrug sie in Deutschland laut vorläufigen Zahlen 18,9 Prozent.
Unter den vergleichbaren Staaten lag laut Destatis nur die Schweiz mit 27,4 Prozent (2025) deutlich höher. In Frankreich lag die Quote bei 17,8 und in den Niederlanden bei 17,4 Prozent. Österreich kam auf 15,7, Italien auf 10,8 und die USA auf 10,7 Prozent. Ihren Höchststand erreichte die deutsche Sparquote 2020 während der Corona-Pandemie mit 22,9 Prozent, als die Ausgaben einbrachen; 2024 lag sie bei 19,6 Prozent.
Die Bruttosparquote gibt an, welchen Anteil ihres verfügbaren Einkommens private Haushalte sparen, bevor Abschreibungen – vor allem auf Wohnungen – abgezogen werden. Neu erworbene Ansprüche aus der betrieblichen Altersvorsorge zählen dazu, Kursgewinne bei Aktien oder Wertsteigerungen von Immobilien dagegen nicht. Für Sparer bleibt die Teuerung ein Thema: Die Inflationsrate lag im September 2026 laut Destatis bei 3,3 Prozent, leichtes Heizöl kostete 74,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Vorläufige Zahlen für Oktober will das Amt am 30. Oktober im Laufe des Tages veröffentlichen.
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