Berlin --:--Freitag, 30. Oktober 2026
LIVE
EnergieNACHRICHTENFAKTENKONTEXT
Energie ·

Hohe Ölpreise: Shell, TotalEnergies und Repsol mit kräftigen Gewinnsprüngen

Der Iran-Krieg treibt die Öl- und Gaspreise – und die Gewinne der Konzerne. Aktionäre profitieren von Aktienrückkäufen. Repsol verdient in neun Monaten gut fünf Milliarden Euro.

Symbolbild: Shell Centre, ehemalige Zentrale von Shell in London

Symbolbild · Foto: Reading Tom from Reading, UK / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die durch den Iran-Krieg stark gestiegenen Öl- und Gaspreise füllen weiter die Kassen der großen Ölkonzerne. Shell und TotalEnergies meldeten am Donnerstag Gewinnsprünge für das dritte Quartal, auch der spanische Konzern Repsol schnitt stark ab. Shells bereinigter Gewinn stieg laut Quartalsbericht auf 10,8 Milliarden Dollar nach 5,4 Milliarden im Vorjahr – fast eine Verdopplung und laut Agenturen der höchste Stand seit 2022. Shell legt ein neues Aktienrückkaufprogramm über 5 Milliarden Dollar auf; TotalEnergies steigerte den bereinigten Nettogewinn auf 9,1 Milliarden Dollar. Anleger griffen an der Börse zu.

Repsol verbuchte von Januar bis September 2026 einen Nettogewinn von 5,006 Milliarden Euro, darin enthalten ist ein positiver Effekt aus der Bewertung der Lagerbestände von 943 Millionen Euro. Agenturen berichten von einem Plus von 325 Prozent. Der Konzern plant bis 2030 Investitionen von knapp 13 Milliarden Dollar in Spanien. TotalEnergies und Chevron weiten zudem ihre Explorationspartnerschaft im US-Teil des Golfs von Mexiko aus.

Die teure Energie belastet Verbraucher und Unternehmen im Euroraum. Die Europäische Zentralbank warnte am Donnerstag, die Energiepreise stiegen weiter und bärgen Risiken für höhere Inflation und schwächeres Wachstum. Der Rohstoffstratege der Saxo Bank, Ole Hansen, sieht die kommerzielle Ölnachfrage Chinas dagegen wahrscheinlich bereits am Höhepunkt – wegen der raschen Elektrifizierung, auch bei schweren Lkw.

Mehr aus dem Ressort

← Energie