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Explosion im Israel-Werk und PC-Flaute: Intel-Aktie fällt nachbörslich um 21 Prozent

Intel steigerte den Quartalsumsatz um 21 Prozent auf 16,5 Milliarden Dollar. Doch der Ausblick enttäuscht: Ein Unglück im Werk Kiryat Gat und knapper Speicher bremsen den Chipkonzern.

Symbolbild: die Intel-Zentrale in Santa Clara, Kalifornien

Symbolbild · Foto: Sixflashphoto / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Der US-Chipkonzern Intel hat im dritten Quartal 2026 einen Umsatz von 16,5 Milliarden Dollar erzielt, 21 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Treiber war das Geschäft mit Rechenzentren und KI, das um 78 Prozent auf 7,3 Milliarden Dollar wuchs. Die Auftragsfertigung Intel Foundry steigerte ihren Umsatz um 58 Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar, blieb operativ aber tief in der Verlustzone. Konzernchef Lip-Bu Tan erklärte, vordringlich gehe es darum, zusätzliche Liefermengen freizusetzen, um die „außergewöhnliche Nachfrage“ nach den Serverprozessoren der Xeon-Familie zu bedienen.

Für das vierte Quartal stellt Intel nur 15 bis 16 Milliarden Dollar Umsatz in Aussicht; Analysten hatten im Schnitt mit 17,07 Milliarden gerechnet. Belastet wird der Ausblick unter anderem von einer Explosion im Werk Kiryat Gat in Israel im Oktober, bei der laut lokalen Medien zwei Menschen ums Leben kamen und einer schwer verletzt wurde. Die Fabrik, die vor allem Rechenzentrumschips im 10-Nanometer-Verfahren fertigt, stand rund zwei Wochen still; Intel rechnet über zwei Quartale mit etwa 600 Millionen Dollar Umsatzausfall. „Wir prüfen noch alle Wafer, um zu sehen, welche verwendbar sind und welche nicht“, sagte Finanzchef David Zinsner.

Hinzu kommen nach Angaben von Tan eine Speicherknappheit und eine schwächere PC-Nachfrage. Zinsner erwartet, dass die Flaute bei PCs bis in die erste Hälfte 2027 anhält; im vierten Quartal soll der Umsatz mit PC-Chips um mehr als 20 Prozent sinken. Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel um rund 21 Prozent auf etwa 72 Dollar, auch Papiere von Nvidia, AMD, Micron und Arm gaben nach. Einen positiven freien Cashflow erwartet Intel vorerst nicht, weil der Konzern massiv in neue Fertigungskapazitäten investiert.

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