US-Wirtschaft wächst im dritten Quartal um 3,4 Prozent – stärker als erwartet
Investitionen, Konsum und Staatsausgaben treiben das Wachstum. Der Preisauftrieb gemessen am PCE-Index schwächt sich deutlich ab. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sinken.

Symbolbild · Foto: Carol M. Highsmith / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)
Die US-Wirtschaft ist im dritten Quartal aufs Jahr hochgerechnet um 3,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal gewachsen. Das geht aus einer ersten Schätzung des Bureau of Economic Analysis (BEA) hervor. Im zweiten Quartal hatte das Plus 2,2 Prozent betragen, Volkswirte hatten im Schnitt 3,2 Prozent erwartet. Es ist das stärkste Wachstum seit einem Jahr; nicht hochgerechnet beträgt der Zuwachs 0,8 Prozent.
Getragen wurde das Wachstum von höheren Investitionen, Konsum- und Staatsausgaben, während geringere Exporte und höhere Importe dämpften. Bei den Investitionen legten vor allem Lagerbestände und Ausrüstungen zu, insbesondere Computer und andere Informationstechnik. Der Konsum stieg sowohl bei Dienstleistungen – angeführt von Gesundheit sowie Gastgewerbe – als auch bei Waren, allen voran verschreibungspflichtigen Medikamenten. Die Staatsausgaben wuchsen vor allem, weil weniger Öl aus der strategischen Reserve verkauft wurde.
Der Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE) stieg annualisiert um 2,1 Prozent nach 5,0 Prozent im Vorquartal, die Kernrate ohne Energie und Lebensmittel um 2,5 Prozent nach 3,3 Prozent. Am selben Tag meldete das Arbeitsministerium, dass die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Vorwoche um 1.000 auf 194.000 gesunken sind – erwartet waren 198.000. Die zweite Schätzung für das dritte Quartal ist für den 25. November angesetzt.
