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Schweiz und China unterzeichnen erweitertes Handelsabkommen in Peking

Bundespräsident Parmelin trifft heute Xi Jinping. Künftig sollen 99,8 Prozent der Schweizer Exporte zollfrei nach China gehen – bisher war es gut die Hälfte.

Archivbild: Offizielles Porträt des Schweizer Bundesrats Guy Parmelin, 2024

Archivbild · Foto: Swiss Federal Chancellery / Sina Guntern / Wikimedia Commons, Attribution (zugeschnitten und skaliert)

Chinas Staatschef Xi Jinping und der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin wollen sich am Freitag in Peking treffen und ein erweitertes Handelsabkommen unterzeichnen, wie Reuters berichtet. Die Vereinbarung war im August angekündigt worden. Demnach sollen 99,8 Prozent der Schweizer Exporte zollfrei nach China gelangen, bisher galt das für gut die Hälfte. Die Bedingungen entsprechen weitgehend dem, was die Schweiz China bereits gewährt.

Nach Angaben des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) erhalten chinesische Industriegüter durch das Abkommen keine neuen Zollvorteile. Die Schweiz war monatelang mit US-Zöllen von 39 Prozent belegt, bis eine vorläufige Einigung mit der Regierung Trump sie im vergangenen November auf 15 Prozent senkte. Zwei Quellen zufolge wollten US-Vertreter mit ihren Schweizer Kollegen über das Abkommen sprechen. Die Regierung in Bern erwartet keine Auswirkungen auf den Warenhandel mit der EU, den USA oder anderen Partnern.

Der hochrangige Schweizer Handelsdiplomat Roger Gschwend wertete die Einigung als Signal Chinas, seine Märkte etwas weiter zu öffnen. Jean-Philippe Kohl, Vizedirektor des Industrieverbands Swissmem, sprach von einem sehr, sehr guten Ergebnis. Nicola Tettamanti, Inhaber der Firma Tecnopinz, mahnte dagegen, die Schweiz müsse aufpassen, nicht zwischen die Fronten von EU und China zu geraten.

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