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Chrom im Leitungswasser: Kosloduj darf Wasser nicht mehr trinken und zum Kochen nutzen

Gemessen wurden bis zu 97 Mikrogramm Chrom pro Liter bei einem Grenzwert von 50. Die Gesundheitsbehörde erlaubt nur noch Haushaltsnutzung, der Versorger senkt den Preis um 15 Prozent.

Symbolbild: das Museumsschiff „Radetzky“ an der Donau in Kosloduj

Symbolbild · Foto: Vislupus / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Regionale Gesundheitsinspektion in Wraza hat in Kosloduj die Nutzung des Leitungswassers zum Trinken und Kochen verboten, weil es zu viel Chrom enthält. Laut der Anordnung ihres Direktors Dr. Tschawdar Manow ergaben Laborproben zwischen 81 und 97 Mikrogramm Chrom pro Liter, zulässig sind 50 Mikrogramm. Das Wasser darf nur noch für Haushalt und Hygiene verwendet werden; Familien mit Babys und Kleinkindern wird empfohlen, die Kinder mit Mineralwasser zu baden. Die Beschränkungen werden aufgehoben, sobald zwei aufeinanderfolgende Proben die Norm erfüllen.

Der Wasserversorger WiK Wraza führt die Belastung auf die anhaltende Dürre und die geringeren Wassermengen zurück. Geschäftsführer Angel Prestojski wies Gerüchte zurück, das Wasser sei radioaktiv oder stamme aus dem Kernkraftwerk; die Quellen lägen kilometerweit von der Anlage entfernt. Ziel sei vor allem, dass die Stadt nicht auf eine rationierte Wasserversorgung umgestellt werden müsse. Solange die Beschränkungen gelten, zahlen die Einwohner 15 Prozent weniger für ihr Wasser.

Der Gebietsgouverneur von Wraza, Rossen Michajlow, sagte, Vorrang habe die Versorgung von rund 2.000 Menschen in Kindergärten, Schulen und Krippen, in denen Essen zubereitet wird. Ein regionaler Krisenstab wurde gebildet, Tankwagen und Ausgabestellen für Wasser werden geprüft. Der Kinderarzt Dr. Biser Todorow warnte, dass Abkochen das Chrom nicht entfernt. Laut einer BNT-Reportage gibt es in den Geschäften keine Panik und keine Hamsterkäufe von Flaschenwasser.

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