Beliza und Sungurlare: Berufungsgericht schickt beide Bürgermeister in Hausarrest
Nach fast siebenstündiger Sitzung hob das Gericht in Burgas die U-Haft für Radoslaw Rewanski und Dimitar Gawasow auf. Hunderte Anhänger applaudierten vor dem Justizpalast.

Symbolbild · Foto: Vassia Atanassova - Spiritia / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Das Berufungsgericht in Burgas hat die Untersuchungshaft für den Bürgermeister von Beliza, Radoslaw Rewanski, und den Bürgermeister von Sungurlare, Dimitar Gawasow, in Hausarrest umgewandelt. Beiden wird die Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung zur Einflussnahme vorgeworfen, gemeinsam mit dem Regionalkoordinator der Partei DPS in Burgas, Christo Schirokow. Die Sitzung dauerte fast sieben Stunden. Die Richter sahen einen begründeten Verdacht der Tatbeteiligung, aber keine Fluchtgefahr; der Zweck der Maßnahme lasse sich auch mit Hausarrest erreichen.
Rewanski wird den Hausarrest in Sofia verbringen, Gawasow im Dorf Losarewo. Staatsanwältin Krassimira Katelijewa hatte gefordert, beide in Haft zu belassen; es gebe keine Hinweise auf politischen Druck und genügend Beweise. Rewanskis Anwalt Ilijan Wassilew zeigte sich unzufrieden: Beide seien unschuldig und müssten ohne Auflagen freikommen. „Die Wahrheit hat gesiegt“, sagte Rewanski beim Verlassen des Saals.
Hunderte Einwohner von Beliza und Sungurlare harrten den ganzen Tag vor dem Justizpalast in Burgas aus, um die Bürgermeister zu unterstützen, und begrüßten die Entscheidung mit Applaus und Sprechchören. Die beiden waren vergangene Woche festgenommen und vom Bezirksgericht in Untersuchungshaft genommen worden. Die DPS bezeichnet ihre Festnahme als politische Repression. Für alle Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.
