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Bauchspeicheldrüsenkrebs: KI erkennt Spuren im CT im Schnitt 475 Tage vor der Diagnose

Ein KI-Modell namens REDMOD fand in Routine-CTs fast doppelt so oft frühe Krebsspuren wie erfahrene Radiologen. Für den Praxiseinsatz ist es laut Autoren noch zu früh.

Symbolbild: moderner Computertomograf in einer Klinik

Symbolbild · Foto: Tomáš Vendiš / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Eine künstliche Intelligenz kann laut einer neuen Studie Hinweise auf Bauchspeicheldrüsenkrebs in Computertomografien finden, lange bevor Ärzte den Tumor erkennen. Das Modell REDMOD wertet feine Gewebemuster in CT-Aufnahmen des Bauchraums aus und grenzt die Bauchspeicheldrüse automatisch ab. Die Forschenden um Sovanlal Mukherjee und Ajit Harishkumar Goenka veröffentlichten die Ergebnisse am 26. Oktober 2026 online in der Fachzeitschrift „Gut“ der BMJ-Gruppe, berichtete ScienceDaily.

Untersucht wurden CT-Aufnahmen von 219 Patientinnen und Patienten aus mehreren Kliniken, bei denen Radiologen zum Zeitpunkt der Untersuchung keinen Krebs sahen, die aber später an einem duktalen Adenokarzinom der Bauchspeicheldrüse erkrankten. Zum Vergleich dienten Aufnahmen von 1243 Menschen, die bis zu drei Jahre krebsfrei blieben. REDMOD erkannte die Auffälligkeiten im Schnitt 475 Tage – etwa 1,3 Jahre – vor der klinischen Diagnose. Die Trefferquote (Sensitivität) lag bei 73 Prozent, bei erfahrenen Radiologen bei 39 Prozent; bei Aufnahmen, die mehr als zwei Jahre vor der Diagnose entstanden, betrug sie 68 gegenüber 23 Prozent.

In einer unabhängigen Gruppe von 539 Patienten stufte das Modell gut 81 Prozent der Aufnahmen korrekt als krebsfrei ein, im öffentlichen Datensatz der US-Gesundheitsinstitute NIH 87,5 Prozent. Die Autoren betonen, dass weitere Forschung nötig sei, bevor das Verfahren in die Routineversorgung kommen kann – vor allem vorausschauende Studien in Risikogruppen, etwa bei Menschen mit ungeklärtem Gewichtsverlust oder neu diagnostiziertem Diabetes. Zudem sei die untersuchte Bevölkerung ethnisch nicht vielfältig genug gewesen. Von einer behördlichen Zulassung ist in der Mitteilung keine Rede.

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.

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