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IIASA-Studie: Methan-Pläne würden Anstieg umkehren, verfehlen aber das Ziel für 2030

Setzen Staaten ihre Pläne voll um, sinken die Methanemissionen bis 2030 um 11 Prozent. Das globale Ziel liegt bei 30 Prozent. Das größte Potenzial steckt in fossilen Brennstoffen.

Die nationalen Pläne zur Methanminderung könnten den bisherigen Anstieg der Emissionen umkehren, verfehlen aber das globale Ziel für 2030. Das zeigt eine Studie unter Leitung von Lena Höglund-Isaksson vom Internationalen Institut für Angewandte Systemanalyse (IIASA) im österreichischen Laxenburg, an der Fachleute des UN-Umweltprogramms (UNEP) mitgewirkt haben. Sie erschien 2026 in der Fachzeitschrift Global Biogeochemical Cycles der American Geophysical Union. Würden die eingereichten Pläne vollständig umgesetzt, sänken die weltweiten Methanemissionen laut den Autoren zwischen 2020 und 2030 um 11 Prozent. Die Globale Methan-Verpflichtung (Global Methane Pledge), der sich 159 Staaten und die EU-Kommission angeschlossen haben, sieht 30 Prozent vor.

Methan ist nach Kohlendioxid der zweitwichtigste Treiber der Erwärmung. Nach Angaben der Forscher stammen rund zwei Drittel der Emissionen aus menschlichen Aktivitäten – je etwa 40 Prozent aus Energie und Landwirtschaft, rund 20 Prozent aus Abfall und Abwasser. Seit vorindustrieller Zeit hat Methan etwa 0,5 Grad beigetragen, rund ein Drittel der bisher beobachteten Erwärmung. Etwa 70 Prozent des technischen Minderungspotenzials bis 2030 liegen bei den fossilen Brennstoffen: weniger Ablassen und Abfackeln von Begleitgas, Kontrolle von Lecks bei Förderung und Transport von Öl und Gas sowie weniger Emissionen aus dem Kohlebergbau.

Die Ergebnisse sind Modellszenarien, keine gemessenen Emissionen: Grundlage sind laut Titel der Studie „Bottom-up-Simulationen“, die Emissionen von den einzelnen Quellen her berechnen. Eine Minderung um 22 Prozent erscheint laut den Autoren zu relativ geringen Kosten erreichbar, 30 Prozent würden das Potenzial vorhandener Technik nahezu ausschöpfen. Das Ziel sei technisch machbar, angesichts der kurzen Zeit bis 2030 aber schwierig. Am schwersten ist die Landwirtschaft: Für Reisfelder und Gülle gibt es Lösungen, bei der Verdauung von Wiederkäuern ist das Potenzial begrenzt. Fehlerbereiche nennen die verfügbaren Zusammenfassungen nicht.

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