Berlin --:--Freitag, 30. Oktober 2026
LIVE
WeltNACHRICHTENFAKTENKONTEXT
Welt ·

Russische Drohne trifft Bahnsteig in Dnipro – mindestens 14 Tote am Bahnhof

Eine Drohne traf einen Bahnsteig des Hauptbahnhofs von Dnipro, an dem ein Personenzug wartete. Unter den Schwerverletzten ist ein elfjähriger Junge. Selenskyj fordert „entschlossenes Handeln“ der USA und Europas.

Beim Abspielen wird das Video von YouTube (Google) geladen.

Foto: Toss12 / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Video: YouTube · Al Jazeera English · youtube.com

Bei einem russischen Drohnenangriff auf den Hauptbahnhof der ukrainischen Stadt Dnipro sind am Donnerstag mindestens 14 Menschen getötet worden; zunächst war von 13 Toten die Rede. Nach Angaben der ukrainischen Bahn traf eine strahlgetriebene Drohne den Bahnsteig, an dem der Personenzug Nr. 866 zur Abfahrt nach Saporischschja bereitstand. Gegen 11 Uhr Ortszeit wurden demnach vier Drohnen auf das Gebiet abgefeuert, drei davon schoss die Luftabwehr ab. Aufnahmen zeigen ausgebrannte Waggons und Leichen auf dem Bahnsteig.

Der Gouverneur der Region Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, meldete 13 Verletzte, vier davon schwer – ein elfjähriger Junge, eine 26-jährige Frau sowie zwei Männer im Alter von 40 und 53 Jahren. Bahnchef Olexander Perzowskyj erklärte, vor dem Angriff sei eine erhöhte Gefahrenwarnung ausgegeben worden, dennoch hätten sich noch viele Menschen auf dem Bahnsteig befunden. Laut einer Übersicht der Hongkonger Zeitung „The Standard“ starben bei Angriffen am Tag auf zwei weitere Städte fünf Menschen.

Präsident Wolodymyr Selenskyj nannte den Angriff „entsetzlich“ und verlangte „gerechtes und entschlossenes Handeln Amerikas und Europas“ gegen die russische Eskalation. Die Sanktionen gegen Moskau dürften nicht gelockert werden, solange der Krieg andauere, schrieb er und forderte neue, stärkere Schritte von EU, USA und G7. In der Nacht waren nach Angaben von Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin 613 ukrainische Drohnen in Richtung der Region Moskau geflogen, die meisten seien abgeschossen worden.

Mehr aus dem Ressort

← Welt