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Rot-Rot-Grün in Schwerin: Grüne holen Prominenz aus anderen Ländern ins Team

Für die Koalitionsverhandlungen in Mecklenburg-Vorpommern setzen die Grünen auf Michael Kellner, Renate Künast und weitere Politiker von außerhalb. Spitzenkandidatin Müller begründet das mit fehlender Erfahrung.

Symbolbild: das Schweriner Schloss, Sitz des Landtags Mecklenburg-Vorpommern

Symbolbild · Foto: User:Kolossos / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Bei den Koalitionsverhandlungen von SPD, Linken und Grünen in Mecklenburg-Vorpommern setzen die Grünen auf erfahrene Politiker aus anderen Bundesländern. Zum 19-köpfigen Verhandlungsteam gehören nach einem Bericht des Tagesspiegels der frühere Staatssekretär Michael Kellner aus der brandenburgischen Uckermark, Brandenburgs frühere Ministerin Ursula Nonnemacher, Sachsens früherer Umweltminister Wolfram Günther und der schleswig-holsteinische Staatssekretär Joschka Knuth. In der Arbeitsgruppe Klima und Umwelt trifft die frühere Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast auf Landesumweltminister Till Backhaus (SPD).

Spitzenkandidatin Claudia Müller begründet das mit fehlender Verhandlungserfahrung in der eigenen Partei: „Deshalb habe ich erfahrene Kollegen, besonders aus Ost- und Norddeutschland, gebeten, zu unterstützen.“ Kellner sagte: „Es zeigt Stärke, Hilfe einzuholen – eine Stärke, die in der Politik leider zu wenig verbreitet ist.“ Die Grünen im Nordosten haben wenige Mitglieder und verloren nach einem Sexismus-Skandal in der Landtagsfraktion im vergangenen Jahr und anschließendem Streit viele führende Köpfe.

Das Bündnis hätte im Landtag 39 von 71 Sitzen, drei mehr als für eine Mehrheit nötig; die AfD war bei der Wahl am 20. September mit 32 Sitzen stärkste Kraft geworden. Strittig sind unter anderem ein von den Grünen gewünschtes Ressort für Klimaschutz, Energie und Mobilität sowie der Ausbau der Windkraft. Landesparteitage sollen Mitte November über den Koalitionsvertrag entscheiden; die Wahl der Ministerpräsidentin muss laut Landesverfassung spätestens am 17. November stattfinden.

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