Gauck bei Illner über Berlins Linke: „Die müssen einfach mal versuchen zu regieren“
Der Altbundespräsident nennt die Berliner Linke „sehr heikel“, will ihr aber eine Chance geben. Zur Ukraine sagt Gauck: „Die Ukraine verteidigt uns auch.“

Archivbild · Foto: Superbass / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Altbundespräsident Joachim Gauck hat sich in der ZDF-Sendung „maybrit illner“ dafür ausgesprochen, der Linken in Berlin einen Regierungsversuch zuzugestehen. „Die müssen einfach mal versuchen zu regieren“, sagte er am Donnerstagabend. Zugleich bezeichnete er die Berliner Linke als „sehr heikel“. In der Hauptstadt bahnt sich nach der Abgeordnetenhauswahl ein rot-grün-rotes Bündnis an.
Die Funke-Journalistin Melanie Amann sagte mit Blick auf die Berlin-Wahl: „Die CDU ist so was von abgewählt worden. Die Linke ist die Wahlsiegerin.“ Der Axel-Springer-Journalist Paul Ronzheimer sagte mit Blick auf Äußerungen der Linken-Politikerin Elif Eralp: „Wenn das nicht ein Warnschuss ist für eine Partei wie die SPD.“ Es gäbe nach seinen Worten „auch eine Mehrheit in der bürgerlichen Mitte“.
Zur Ukraine sagte Gauck: „Die Ukraine verteidigt uns auch.“ Und weiter: „Eine erzeugte Schwäche ermutigt den Aggressor, weiterzugehen.“ Ein mögliches Treffen der USA, Chinas und Russlands nannte er eine „Sollbruchstelle“. Von Bundeskanzler Friedrich Merz wünscht sich Gauck mehr Entschlossenheit bei Reformen: „Politiker mit Mut kommen selten vor.“ Der Historiker Philipp Blom kritisierte: „Wir machen keine zukunftsgewandte Politik.“
