Gen-Z-Proteste am Samstag: Bulgariens Außenministerium warnt Landsleute in Deutschland
Vor den für den 31. Oktober angekündigten Jugendprotesten rät Sofia Bulgaren in Deutschland, Demonstrationsorte zu meiden. Allein in Berlin sind rund 1500 Polizisten im Einsatz.

Symbolbild · Foto: Achim Raschka (talk); corrected from Ralf Roletschek with ShiftN / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Das bulgarische Außenministerium hat Bulgarinnen und Bulgaren in Deutschland vor den für Samstag, den 31. Oktober, angekündigten Jugendprotesten zur Vorsicht aufgerufen. Die bulgarische Botschaft in Berlin veröffentlichte am Donnerstag eine Mitteilung an bulgarische Staatsbürger zu den geplanten Protestkundgebungen. Nach Berichten bulgarischer Medien unter Berufung auf die Nachrichtenagentur BTA wird empfohlen, die Demonstrationsgebiete zu meiden, den Anweisungen der örtlichen Behörden zu folgen und alternative Routen einzuplanen.
Die Initiative „Gen Z regelt“ hat Kundgebungen in rund 30 deutschen Städten angekündigt. Sie fordert unter anderem mehr Geld für Schulen, Psychotherapie und Klimaschutz und lehnt die Wehrpflicht ab. In Berlin ist für 14 Uhr eine Kundgebung am Brandenburger Tor mit erwarteten 10.000 Teilnehmenden angemeldet. Die Berliner Polizei stellt rund 1500 Einsatzkräfte bereit und wird von der Bundespolizei unterstützt.
Hintergrund der Vorsicht sind gewaltsame Schülerproteste in Frankreich mit Brandstiftungen und Plünderungen; ähnliche Jugendproteste gab es laut den bulgarischen Berichten auch in Spanien, Italien und Albanien. Das Bundesinnenministerium sieht bislang keine konkreten Gewaltaufrufe, wohl aber eine Beteiligung von Teilen der linksextremistischen Szene an der Mobilisierung. Die Berliner Polizei hat nach eigenen Angaben keine konkreten Hinweise auf geplante Plünderungen.
