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Infineon investiert 1,1 Milliarden Euro in Villach – erste GaN-Großfabrik auf 300 mm

Im Kärntner Werk sollen ab Ende 2027 Leistungschips aus Galliumnitrid in Serie entstehen – vor allem für KI-Rechenzentren. Die EU-Kommission hat 319 Millionen Euro Staatshilfe genehmigt.

Infineon-Standort Villach in Kärnten (Archivbild)

Archivbild · Foto: Naturpuur / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Der Münchner Chiphersteller Infineon steckt rund 1,1 Milliarden Euro in seinen österreichischen Standort Villach. Dort soll nach Angaben des Konzerns die weltweit erste Fabrik für die Massenproduktion von Leistungshalbleitern aus Galliumnitrid (GaN) auf 300-Millimeter-Wafern entstehen. Die Produktion soll bis Ende 2027 anlaufen, die Investitionen sind bis 2034 gestreckt. Die Kapazität will Infineon je nach Nachfrage hochfahren.

GaN-Chips gelten als effizienter als klassische Siliziumbauteile und sind besonders für die Stromversorgung von KI-Rechenzentren gefragt. Auf einen 300-Millimeter-Wafer passen laut Reuters 2,3-mal so viele Chips wie auf die bislang üblichen 200-Millimeter-Scheiben. Vorstandschef Jochen Hanebeck nannte neben künstlicher Intelligenz auch Stromnetze, Elektroautos und Robotik als Einsatzfelder. Infineon werde „das erste Unternehmen der Welt sein, das Galliumnitrid-Leistungselektronik in die Volumenproduktion bringt“, sagte er laut eeNews Europe.

Die EU-Kommission hat nach Angaben von eeNews Europe Staatshilfen von 319 Millionen Euro im Rahmen des europäischen Chipgesetzes genehmigt; die formelle Förderzusage des österreichischen Wirtschaftsministeriums steht noch aus. Die Fabrik nutzt vorhandene Reinräume in Villach, wo rund 4.800 Menschen arbeiten. Die Infineon-Aktie hat seit Mitte Juni rund 40 Prozent verloren; am Dienstag legte sie im frühen Frankfurter Handel knapp ein Prozent zu.

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