Intel kauft Israels Classiq und baut ein Komplettangebot für Quantenrechner
Der Chipkonzern übernimmt den israelischen Quantensoftware-Spezialisten. Laut der Zeitung Globes geht es um rund 2,2 Milliarden Dollar; der Abschluss wird im ersten Halbjahr 2027 erwartet.

Foto: Sixflashphoto / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Intel hat am 26. Oktober eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme von Classiq bekanntgegeben. Das israelische Unternehmen entwickelt Software, mit der sich Quantenalgorithmen entwerfen lassen: Die Plattform automatisiert den Schaltungsentwurf, sodass Entwickler kein tiefes Spezialwissen brauchen, und funktioniert mit verschiedenen Qubit-Typen und Rechnern. Einen Preis nannte Intel nicht; die israelische Zeitung Globes beziffert ihn auf rund 2,2 Milliarden Dollar.
„Der Zusammenschluss mit Classiq macht Intels Quantencomputing-Gruppe zu einem Full-Stack-Geschäft“, sagte Intel-Chef Lip-Bu Tan. Nach Konzernangaben investiert Intel seit 2015 in Quantentechnik und kann Qubit-Chips sowie kryogene Steuerelektronik mit herkömmlichen Halbleiterverfahren in Serie fertigen.
Der Abschluss wird nach behördlichen Genehmigungen im ersten Halbjahr 2027 erwartet. Laut Startup Fortune soll Classiq Intels weltweites Entwicklungszentrum für Quantencomputing werden, geführt von den Gründern in Israel. Zu den Kunden von Classiq zählen BMW, AT&T und die Citi.
