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Israel wählt: Herzog warnt vor Untergrabung der Wahl – Streit um App des Likud

Seit 7 Uhr Ortszeit wählen mehr als 7,3 Millionen Berechtigte eine neue Knesset. Bennetts Partei wirft dem Likud vor, Wähler per App zu verfolgen; der Wahlkommission liegen keine Berichte darüber vor.

Stimmabgabe bei einer Knesset-Wahl (Archivbild)

Archivbild · Foto: PikiWiki – Israel free image collection project / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)

In Israel läuft die erste Parlamentswahl seit dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023. Die Wahllokale haben seit 7 Uhr Ortszeit geöffnet und schließen größtenteils um 22 Uhr (21 Uhr MEZ); mehr als 7,3 Millionen Menschen sind wahlberechtigt, 36 Listen bewerben sich um die 120 Sitze. Präsident Izchak Herzog gab am Morgen seine Stimme ab und mahnte nach Angaben der Times of Israel, niemand dürfe die Wahl verderben oder untergraben. Umfragen deuten laut AP auf ein knappes Rennen ohne klaren Sieger hin.

Die Partei B'Yachad von Ex-Premier Naftali Bennett warf Likud-Vertretern vor, in Wahllokalen per Smartphone-App Wähler zu erfassen und Daten an die Partei weiterzugeben, und reichte Beschwerde ein. Die Zentrale Wahlkommission erklärte, ihr lägen bislang keine Berichte über solche Aktivitäten vor; ein einzelner Fall von Fotografieren in einem Wahllokal sei nach einem Hinweis auf die Regeln beendet worden. In Dimona ermittelt die Polizei nach einem Brand an einem Plakat von Gadi Eisenkots Partei Yashar.

Die Spitzenkandidaten warben bei der Stimmabgabe mit gegensätzlichen Botschaften. Itamar Ben-Gvir (Otzma Yehudit) warnte vor einer „Mansour-Abbas-Regierung“, Bezalel Smotrich (Religiöser Zionismus) sagte, man spiele nicht mit Sicherheit, Existenz und Identität. Avigdor Liberman erklärte, die Ära Netanjahus und der ultraorthodoxen Herrschaft müsse enden. Eisenkot begann den Tag im Kibbuz Nir Oz und warf der Regierung vor, sich drei Jahre nach dem Versagen weiter der Verantwortung zu entziehen. Erste Ergebnisse werden in der Nacht erwartet.

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