Pokal gegen Union: Kölns Trainer Wagner nach „Wagner raus“-Rufen unter Druck
Der 1. FC Köln empfängt Union Berlin heute um 20.45 Uhr in der 2. Pokalrunde – am Sonntag folgt das Ligaduell in Berlin. Sportchef Kessler spricht von „zwei brutal wichtigen Spielen“.

Archivbild · Foto: Raimond Spekking / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Für René Wagner beginnt am Dienstagabend eine richtungsweisende Woche. Der 1. FC Köln trifft in der zweiten Runde des DFB-Pokals um 20.45 Uhr (Sky) im eigenen Stadion auf Union Berlin, am Sonntag spielen beide Clubs in der Bundesliga erneut gegeneinander, dann in Berlin. Nach dem 0:0 gegen Schalke 04 am Wochenende hatten Teile der Kölner Fans „Wagner raus“ gerufen. Zuvor hatte der FC das Derby gegen Mönchengladbach 2:1 gewonnen und in Frankfurt 0:1 verloren. Auch Ex-Profi Pierre Littbarski kritisierte Wagner bei Instagram, vor allem für die Auswechslungen von Mikey Moore und Said El Mala.
Sportgeschäftsführer Thomas Kessler stellte sich hinter den 38-Jährigen, der im März vom Assistenten zum Cheftrainer befördert worden war: „Ja, er hat volle Rückendeckung.“ Zugleich nannte er die Union-Duelle „zwei brutal wichtige Spiele“ und kündigte nach zehn Bundesliga-Spieltagen eine Bewertung an: „Dann sieht man zumindest mal eine Tendenz.“ Wagner räumte ein, die Rufe hätten ihn „natürlich persönlich getroffen“. Mit Blick auf den Pokal sagte er: „Wir wollen beweisen, dass wir es besser machen können und wir wollen die Fans glücklich machen.“
Personell fehlen Köln nach Angaben des Trainers Rav van den Berg, Ellyes Skhiri, Thijs Dallinga und Imad Rondic. Ob Stürmer Ragnar Ache nach seiner Muskelverletzung eine Option ist, sollte am Dienstagmorgen entschieden werden. Rückendeckung bekam Wagner auch vom früheren FC-Trainer Steffen Baumgart, der dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ sagte: „Ich habe kein Verständnis für die Rufe.“ Nach den Union-Spielen warten auf den FC Bayer Leverkusen und der FC Bayern.
