Sensoren in der Matratze warnen vor Stürzen – ohne Kamera im Zimmer
Australische Forscher bauen flexible Sensoren in Matratzenschoner ein, die Lage und Haltung im Bett erfassen. Die Technik wurde im Pflegeheim erprobt und in den USA patentiert.

Symbolbild · Foto: Donaldytong / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Das australische Medizintechnik-Unternehmen Sleeptite und die RMIT University entwickeln den Sensor FlexiSense, der in Matratzenschoner eingearbeitet ist. Er erfasst Lage und Haltung im Bett mit flexibler Elektronik, die mit Silber- und Kohlenstofftinte auf Polyurethanfolien gedruckt wird. Ziel ist es, ein Sturzrisiko zu melden, damit Pflegekräfte früher eingreifen können.
In einem Feldversuch in einem Pflegeheim wurden sechs Bewohner über mehr als 250 Nächte begleitet – insgesamt über 6.100 Bettstunden. Eine begutachtete Studie bestätigt, dass sich die Sensoren in großem Maßstab herstellen lassen. Im Oktober erhielt die Technik ein US-Patent und wurde auf einer Medizintechnik-Konferenz in Boston vorgestellt.
„Pflegekräfte können nicht jede Minute der Nacht in jedem Zimmer sein“, sagt Sleeptite-Chef Cameron van den Dungen. Die Technik gebe ihnen „ein zusätzliches Paar Augen, ohne eine Kamera ins Zimmer zu stellen“.
