Licht statt Kupfer: Mini-LEDs übertragen Daten mit Rekord-Bandbreite von 2,75 GHz
Ein Team aus Illinois erreicht mit blauen Galliumnitrid-Micro-LEDs eine Rekord-Modulationsbandbreite. Sie sollen stromhungrige Kupferleitungen in Rechenzentren ersetzen.

Symbolbild · Foto: K56e51g / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Forschende der University of Illinois Urbana-Champaign melden eine Rekord-Modulationsbandbreite von 2,75 Gigahertz für eine blaue Micro-LED aus Galliumnitrid mit nur 5 Mikrometern Durchmesser. Die Ergebnisse erschienen am 21. Oktober im Fachblatt IEEE Electron Device Letters. Das Team um Professor Can Bayram untersuchte Leuchtdioden zwischen 100 und 2 Mikrometern Größe.
Je kleiner die Dioden, desto geringer die Kapazität – das erlaubt schnelleres Schalten. Unter 5 Mikrometern steigt jedoch der Kontaktwiderstand. Ziel sind dichte, sparsame optische Kanäle als Ersatz für Kupferverbindungen, die laut dem Bericht viel Strom verbrauchen, Wärme erzeugen und mit den Datenraten in Rechenzentren nicht mehr mithalten.
Die Technik kommt auch in der Industrie an: Das kalifornische Unternehmen Palomino Laboratories teilte am 26. Oktober mit, seinen ersten Auftrag eines nicht genannten „strategischen Hyperscaler-Kunden“ erhalten zu haben – für GaN-Micro-LED-Chips für optische Verbindungen.
