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Vor Gen-Z-Demos am 31. Oktober: Zentralrat der Juden warnt vor erhöhter Gefahr

Wegen Aufrufen zu Krawallen am Halloween-Wochenende sieht der Zentralrat eine „erhöhte Gefährdungslage“. In Berlin haben sich bislang knapp 8.000 Menschen für die Demo angemeldet.

Titelgrafik: Warnung vor Gen-Z-Demos in Berlin

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)

Der Zentralrat der Juden in Deutschland sieht vor den bundesweiten Jugendprotesten am Samstag, 31. Oktober, eine „erhöhte Gefährdungslage“ für Jüdinnen, Juden und jüdische Einrichtungen. Das geht nach Angaben des Tagesspiegels aus einem internen Sicherheitshinweis hervor, der der Zeitung vorliegt. Darin wird zu „erhöhter Wachsamkeit“ und zur konsequenten Umsetzung der gebotenen Sicherheitsmaßnahmen aufgerufen. Hintergrund sind Aufrufe in verschiedenen sozialen Netzwerken zu gewalttätigen Ausschreitungen rund um das Halloween-Wochenende. Der 31. Oktober fällt in diesem Jahr auf einen Schabbat.

Der Zentralrat verweist laut dem Bericht auf Formulierungen wie „säubern“, „wie in Frankreich“ und „keine Regeln“, die auf eine hohe Gewaltbereitschaft hindeuteten. Zudem sieht er Verbindungen zwischen pro-palästinensischen Akteuren in Deutschland und kriminellen Gruppen in Frankreich. Zwar richteten sich die Krawalle in Frankreich nach Erkenntnissen des dortigen jüdischen Sicherheitsdienstes SPCJ nicht in erster Linie gegen jüdische Einrichtungen; der Zentralrat hält ein Umschlagen in antisemitisch motivierte Gewalt aber für möglich. Auch deutsche Sicherheitsbehörden nehmen die Lage demnach ernst.

Die Initiative „Gen Z regelt“ ruft in 23 Städten zu Protesten für Bildung, Gesundheit, Klimaschutz und bezahlbares Leben sowie gegen die Wehrpflicht auf; sie distanziert sich ausdrücklich von Gewalt. Bis Montagabend gab es nach Angaben der Initiative bundesweit mehr als 137.400 Anmeldungen, in Berlin knapp 8.000. Der Berliner Landesschülerausschuss ruft nicht zur Teilnahme auf, auch die Bundesschülerkonferenz unterstützt die Proteste wegen der Gewaltgefahr nicht. Das Bündnis „Bildungswende jetzt!“ ist dagegen dabei.

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