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AKW Kosloduj unter Druck: Gewerkschaften fordern Hilfe, niedrige Donau zwingt zu Umbau

Zwei Gewerkschaften warnen vor verspäteten Löhnen und angespannten Finanzen des Atomkraftwerks. Energieministerin Petrowa spricht von historisch niedrigen Pegeln der Donau.

Archivbild: Gang zu den Turbinen von Block 5 im AKW Kosloduj

Archivbild · Foto: Yovko Lambrev / Wikimedia Commons, CC BY 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Gewerkschaftsbünde KNSB und Podkrepa haben Premier Rumen Radew und Finanzminister Galab Donew in einem Brief zu Sofortmaßnahmen für die Finanzen des AKW Kosloduj aufgefordert. Mitglieder meldeten Verzögerungen bei der Lohnzahlung „in den letzten Monaten“, zudem häuften sich Anträge auf Frühverrentung.

Das Kraftwerk verkauft laut den Gewerkschaften einen großen Teil seines Stroms für rund 25 Euro je Megawattstunde und damit unter den Kosten; am freien Markt darf es höchstens 61,37 Euro behalten, darüber gehen 90 Prozent der Differenz an einen staatlichen Fonds für Systemsicherheit. Der Beitrag dorthin sei von 389 auf 589 Millionen Lewa gestiegen, für Stilllegungs- und Atommüllfonds zahle das AKW jährlich rund 300 Millionen Euro. Gefordert werden eine höhere Preisgrenze und eine Rückkehr zu 50 Prozent Dividende, um die Laufzeitverlängerung bis 2050 zu finanzieren.

Auf dem Sofioter Wirtschaftsforum bezeichnete Energieministerin Iwa Petrowa die kritisch niedrigen Donau-Pegel als historisch beispiellos. Im vergangenen Sommer musste erstmals in der Geschichte des Kraftwerks die Leistung eines Reaktors gedrosselt werden. „Wir arbeiten an fünf technischen Lösungen“, sagte Petrowa; ihre Umsetzung werde etwa ein Jahr dauern.

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