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Feuerpause in Oleschky beginnt – Minuten später schlagen Raketen in Kiew ein

Die lokale Waffenruhe soll Hilfe für bis zu 2.000 eingeschlossene Menschen ermöglichen. In Kiew wurde die Südbrücke beschädigt, die U-Bahn fährt eingeschränkt.

Archivbild: Die Südbrücke über den Dnipro in Kiew

Archivbild · Foto: Artemka / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)

In der von Russland besetzten Stadt Oleschky im Gebiet Cherson gilt seit Dienstag, 3 Uhr Kiewer Zeit, eine lokale Feuerpause. Sie soll mindestens bis Samstag dauern und einer Hilfsmission erlauben, Ärzte, Medikamente, Lebensmittel und Wasser in die Stadt zu bringen, bevor Fluchtkorridore öffnen. Nach UN-Angaben sitzen dort bis zu 2.000 Menschen fest. Vermittelt hat die US-First-Lady Melania Trump. Der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinez erklärte, „die ukrainische Seite hält ihre Verpflichtungen ein“; das russische Verteidigungsministerium bestätigte, die Kämpfe in dem Gebiet seien eingestellt.

Nur Minuten nach Beginn der Feuerpause schlugen russische ballistische Raketen in Kiew ein. Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko wurden die Südbrücke und dortige U-Bahn-Anlagen beschädigt; die rote Linie fährt nur noch zwischen Akademmistetschko und Darnyzja, die grüne ist in zwei Abschnitte geteilt. Im Bezirk Podil wurde ein Verwaltungsgebäude getroffen.

Bereits am Montagabend hatten Raketen das Gelände einer Kiewer Universität getroffen – nach Angaben der Stadt kamen ein Mensch ums Leben und zehn wurden verletzt. In Charkiw starben zwei Menschen. Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb, die Welt müsse sehen, dass Russland „nichts als den Wunsch zu töten und den Krieg fortzusetzen“ zeige.

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