Iran wirft USA mangelnden Ernst vor – Hardliner wollen Ausstieg aus Atomwaffenvertrag
Teheran setzt die Gespräche mit Saudi-Arabien, der Türkei und Pakistan fort. Vor dem Irak brennt ein Schiff, und Ultrakonservative setzen Präsident Peseschkian unter Druck.

Archivbild · Foto: khamenei.ir / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Teheran hat Washington vorgeworfen, es meine es mit Verhandlungen „nicht ernst“. Unterdessen trafen ranghohe Vertreter Saudi-Arabiens, Pakistans und der Türkei – Mitglieder der neu gegründeten Mekka-Allianz – Präsident Massud Peseschkian und den Sicherheitschef des Landes. Beide Seiten vereinbarten, die Gespräche fortzusetzen und Frieden anzustreben.
Die britische Seesicherheitsbehörde UKMTO meldete ein brennendes Schiff 63 Seemeilen (117 Kilometer) südöstlich der irakischen Stadt Al-Faw. Die Inflation im Iran lag nach offiziellen Zahlen im September bei fast 90 Prozent im Jahresvergleich.
Innenpolitisch forderte die ultrakonservative Front für die Stabilität der Islamischen Revolution Parlament und Nationalen Sicherheitsrat auf, den Austritt aus dem Atomwaffensperrvertrag einzuleiten. Die Fraktion des Paydari-nahen Abgeordneten Amirhossein Sabeti hat zudem einen Antrag auf Amtsenthebung von Außenminister Abbas Araghchi eingebracht. Nach Einschätzung der Analystin Negar Mortazavi fallen Entscheidungen über Krieg und Frieden an der Staatsspitze; die Hardliner könnten die Diplomatie erschweren, aber nicht unbedingt stoppen.
