Nach Anschlag auf Kirche: Jordanien greift Syrien an – sieben Tote
Amman spricht von Vergeltung gegen bewaffnete Gruppen und Absprache mit Damaskus. Syrien widerspricht, schließt den Grenzübergang Nassib und meldet tote Kinder.

Symbolbild · Foto: Petar Milošević / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Jordaniens Streitkräfte haben am Montagabend Ziele im Süden Syriens angegriffen – nach eigenen Angaben als „Vergeltung“ für den Anschlag auf eine orthodoxe Kirche in der Provinz Karak. Getroffen worden seien Verstecke bewaffneter Gruppen; der Einsatz sei „in Abstimmung mit der syrischen Regierung“ erfolgt.
Der syrische Zivilschutz meldete sieben Tote in den Provinzen Daraa und Suweida, darunter drei Kinder. Fünf Mitglieder einer Familie starben, als ein Zelt getroffen wurde. Damaskus bestritt jede Absprache, sprach von einem „heimtückischen Angriff“, leitete eine Untersuchung ein und schloss den Grenzübergang Nassib – den einzigen für Reisende und Waren zwischen beiden Ländern.
Zuvor hatten jordanische Sicherheitskräfte am Montag nach einem rund dreistündigen Schusswechsel drei Tatverdächtige festgenommen. Bei dem Angriff auf eine Trauerfeier in einer griechisch-orthodoxen Kirche in Karak waren am Freitag mindestens neun Menschen getötet worden. König Abdullah II. kündigte den Verantwortlichen die „härtesten Strafen“ an.
