Tödliche Schüsse in Dingolfing: Trittbrettfahrer lösen neue Großfahndung aus
Einen Tag nach dem Tod eines 43-Jährigen an seiner Haustür bedrohen zwei Jugendliche offenbar Angehörige. Der Schütze ist weiter flüchtig – eine Soko mit 30 Beamten ermittelt.

Archivbild · Foto: Wikimedia-User Jivee Blau / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Im niederbayerischen Dingolfing haben zwei junge Männer nach Angaben der Polizei am Dienstag erneut eine Großfahndung ausgelöst – einen Tag nachdem dort ein 43-Jähriger an seiner Haustür erschossen worden war. Die beiden hielten demnach mit einem Auto vor dem Tatort und machten gegenüber einem Angehörigen des Opfers Äußerungen, die als Drohung verstanden werden konnten. Die Familie alarmierte die Polizei, die mit zahlreichen Streifenwagen und einem Hubschrauber ausrückte.
Etwa eine Stunde später fanden Beamte das Auto. Die Insassen, ein 18- und ein 17-Jähriger, wurden in Gewahrsam genommen. Sie gaben an, ihr Verhalten „lustig“ gefunden zu haben. Die Polizei sprach von Trittbrettfahrern; ein Zusammenhang mit der Tat vom Montag habe zunächst nicht ausgeschlossen werden können. Ob die beiden mit rechtlichen Folgen rechnen müssen, war zunächst nicht bekannt.
Am Montag hatte ein Unbekannter an dem Wohnhaus geklingelt und nach einem kurzen Gespräch an der Tür auf den 43-Jährigen geschossen. Der Mann starb noch vor Ort. Der Täter flüchtete nach Polizeiangaben vermutlich in einem schwarzen Auto mit getönten Scheiben. Die Kripo Landshut hat eine Sonderkommission mit etwa 30 Beamten gebildet. Motiv und Ablauf sind unklar, konkrete Hinweise auf den Täter gibt es laut einem Polizeisprecher bislang nicht. Die Ermittler bitten um Hinweise, vor allem zu Beobachtungen am Montag zwischen 12.00 und 12.30 Uhr.
