Laptop „Made in USA“: Anduril und Qualcomm stellen robuste BlueChip-Rechner vor
Der Rüstungskonzern Anduril und Qualcomm wollen Laptops für Behörden und Militär in den USA bauen. Bestellungen sollen 2027 möglich sein – billiger als China-Ware werden sie nicht.

Archivbild · Foto: Stephen McCarthy / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)
Der Rüstungs-Technologiekonzern Anduril und der Chiphersteller Qualcomm haben am Dienstag die Initiative BlueChip vorgestellt. Erstes Produkt ist ein robuster Laptop für Behörden, Militär, Feuerwehr und Rettungsdienste, ausgelegt nach militärischen Standards für Erschütterungen, Vibration und raue Umgebungen. Herzstück ist Qualcomms Prozessorplattform Snapdragon X, die auch KI-Aufgaben direkt auf dem Gerät erledigen soll. Getestet wurden die Prototypen mit Windows und zwei beim Militär verbreiteten Linux-Varianten.
Gefertigt werden soll unter anderem in Andurils Werk Arsenal-1 in Ohio, wo die Leiterplatten bestückt werden. Die Chips sollen laut Qualcomm-Chef Cristiano Amon in einem TSMC-Werk in Arizona entstehen. Gemessen an den Kosten stammen derzeit mehr als 90 Prozent der Bauteile von Lieferanten aus den USA und verbündeten Staaten; Ziel sind 100 Prozent. Einige Komponenten wie das Display gibt es bisher nur aus China.
Bestellungen sollen ab 2027 möglich sein, Preise und Stückzahlen nannten die Firmen nicht. „Kurzfristig wird das teurer sein als ein in China gefertigter Laptop“, sagte Anduril-Gründer Palmer Luckey laut Bloomberg. Staatliche Zuschüsse oder Aufträge gebe es bislang nicht, die Entwicklung werde aus eigenen Mitteln bezahlt. Qualcomm-Chef Amon verwies auf den KI-Trend: Computer würden „auch zu Token-Maschinen“.
